FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Thema "Babyernährung"

Lebensmittelallergie - was ist das & welche Lebensmittel sind betroffen?


Lebensmittelallergien sind bei Säuglingen und Kleinkindern eher selten. Und nicht jede Unverträglichkeit von Lebensmitteln ist eine Allergie. Nur zwei bis circa sechs Prozent der Kinder leiden an einer tatsächlichen Lebensmittelallergie, jedoch die Mehrzahl verliert diese mit dem Heranwachsen wieder, das heißt die Allergie „verwächst“ sich. Allerdings ist es möglich, dass Begleiterkrankungen wie Hautekzeme oder Asthma zurück bleiben. Wenn es Allergien in der Familie bereits gibt, sollten man einen Kinderarzt aufsuchen, bevor man mit fester Nahrung anfangen. Die folgenden Nahrungsmittel werden gemeinhin mit Allergien assoziiert und sollten daher mit Vorsicht behandelt werden:

  • Eier
  • Erdnüsse
  • Krebstiere
  • Milch
  • Schalenfrüchte (Haselnüsse, Mandeln, Cashewnuss, Macadamianuss, Queenslandnuss, Pistazie, Paranuss, Walnuss)
  • Sellerie
  • Sesamsamen
  • Soja
  • Glutenhaltige Getreide (zum Beispiel Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Kamut)
  • Schwefeldioxid und Sulfite (ab zehn Milligramm pro Kilogramm oder Liter), zb. in getrocknetem Obst

 

Der Unterschied zwischen einer Lebensmittelallergie und einer Lebensmittelunverträglichkeit liegt darin, dass die Allergie direkt nach Genuss eines bestimmten Lebensmittels ausbricht, die Unverträglichkeit dagegen kann sich auch erst nach einigen Stunden oder Tagen bemerkbar machen.

  • Ein Symptom, an dem man eine Allergie schnell erkennen kann, sind Hautreaktionen, wie Nesselsucht oder Neurodermitis. Aber auch eine geschwollene Zunge und ebenfalls geschwollene Lippen, die jucken, deuten auf eine allergische Reaktion hin. Manche Kinder beginnen auch häufig zu niesen, zu husten und bekommen eine verschnupfte Nase, wie bei einem Heuschnupfen.
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten dagegen zeigen sich meistens schnell durch Bauchschmerzen, Koliken, Blähungen, Durchfall und sogar Erbrechen. Starke Kopfschmerzen oder auch andere Auffälligkeiten, wie Apathie oder Fieberschübe können ebenfalls ein Anzeichen sein.

Deswegen ist es wichtig, sich an die 4-Tages-Regel zu halten, um auszutesten, ob ein Baby auf bestimmte Lebensmittel reagiert. Bildet sich ein Hautausschlag? Beginnt die Nase zu laufen oder muss das Kind dauernd niesen? Hat das Kind Durchfall oder Bauchweh? Bei Auffälligkeiten sollte man sofort einen Arzt aufsuchen, denn Allergien können lebensgefährlich sein. Bei manchen Allergien kann es zu heftigen Asthmaanfällen oder im schlimmsten Fall sogar zu einem anaphylaktischen also allergischen Schock kommen. Bis zu 90 Prozent der Eier- oder Milchallergien verwächst sich mit dem Heranwachsen, bei Nussallergien nur bei zehn bis 20 Prozent der Betroffenen.

 

Tipp: Hier kann man sich auch eine kostenlose Brochüre bestellen / herunterladen, die einem hilft, das Allergierisiko seines Kindes besser einzuschätzen.

1. Lebensjahr: Für Baby verbotene Nahrungsmittel


Nicht jedes Lebensmittel, das für Erwachsene oder ältere Kinder zur ausgewogenen Ernährung zählt, ist auch für Säuglinge gesund. Sowohl das Immunsystem als auch der Magen-Darm-Trakt von Säuglingen sind noch nicht vollständig ausgereift – das ist erst nach dem ersten Lebensjahr der Fall. Daher ist in den ersten Monaten der Beikost alles verboten, was schwer verdaulich ist: Joghurt oder Quark enthalten noch zu viel Eiweiß, was die Nieren zu stark belastet, das gleiche gilt für zu viel Ei. Kohlsorten wie Rotkohl, Blumenkohl oder Rosenkohl, aber auch Erbsen, Linsen und Bohnen sorgen beim Baby oft für Blähungen und Bauchschmerzen. Süßigkeiten wie Schokolade sowie Trockenobst verursachen Karies und Leckereien wie Weintrauben oder Nüsse sind Dinge, die Babys wenn überhaupt dann nur unter strengster Kontrolle und zerkleinert essen dürfen, denn hier besteht Erstickungsgefahr.

Einige Nahrungsmittel sollten sogar erst nach dem 2. Geburtstag in den Speiseplan ihres Kindes aufgenommen werden. Dazu zählen die Folgenden:

  • Honig: Honig kann Bakterien enthalten, die zu Krankheiten führen können

  • Tee: Tee beinhaltete Substanzen, welche die Fähigkeit eines Babys, Eisen und andere wichtige Mineralien aus der Nahrung aufzunehmen, reduziert

  • Fruchtsaft: Fruchtsaft besitzt kaum Nährstoffe für Babys unter 12 Monate. Stattdessen sollte ein Baby ganze Früchte zu sich nehmen. Ist das Baby älter als 12 Monate, sollte Fruchtsaft nur mit Wasser verdünnt angeboten werden (¼ Saft, ¾ abgekochtes Wasser)

  • Kuhmilch: Kuhmilch ist nicht empfohlen als Hauptnahrungsquelle für ihr Baby unter 12 Monaten. Muttermilch oder Flasche ist empfohlen.

  • Produkte mit reduziertem Fettanteil (Low fat) sind ebenso nicht empfohlen für Kinder unter 2 Jahren.

Verbotene Lebensmittel in Baby's 1. Lebensjahr und Alternativen
Verbotene Lebensmittel in Baby's 1. Lebensjahr und Alternativen

Salz in Babynahrung?


Natrium ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff, der an vielen Prozessen im Körper beteiligt ist, wie z.B. die Weiterleitung von Nervenimpulsen, den Herzrhythmus, aber auch bei der Muskelarbeit spielt Natrium eine Rolle. Die wichtigste Funktion von Natrium ist jedoch die Wasserregulierung im Körper.  Die tägliche Aufnahme von Natrium ist individuell recht verschieden und stark von den Gewürz- und Ernährungsgewohnheiten abhängig. Die meisten nehmen täglich jedoch etwas das 4- bis 6-Fache der empfohlenen Natriumzufuhr zu sich, da es in fast allen Lebensmitteln enthalten ist. Die Aufnahme von zu viel Salz und damit auch von Natrium gilt für Erwachsene als relativ unbedenklich, da es über die Nieren ausgeschieden wird. Die Nieren eines Babys sind noch nicht so funktionsfähig, wie die eines Erwachsenen; deshalb dürfen sie auch noch nicht so stark belastet werden. Salz im Essen stellt daher eine zusätzliche Belastung für die Nieren eines Babys dar. Diese zusätzliche Belastung gilt es zu vermeiden. Deshalb sollte das Essen für Kinder unter 1,5 Jahren noch kein Salz enthalten.  In den ersten vier Monaten benötigt ein Baby weniger als ein Gramm Salz pro Tag, was es durch Muttermilch oder Säuglingsmilch bekommt.

 

Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfohlene tägliche Natriumzufuhr für Kinder:

  • 0-1 Jahr:  weniger als 1 g Salz (In einem Gramm Kochsalz sind rund 0,4 g Natrium enthalten.)  
  • 1-3 Jahre: 2,5 g Salz (832 mg Natrium)
  • 4-8 Jahre: 3.5 g Salz (1166 mg Natrium)
  • 9-13 Jahre: 5 g Salz (1665 mg Natrium)
  • 14 + Jahre und Erwachsene: 5.75g Salz (1915mg Natrium)

Nitratreiche Lebensmittel und Babynahrung

Es gibt einige Diskussion über nitratreiche Gemüsesorten und wann man diese auf Babys Speiseplan setzen soll. Nitrat wird vom Körper in Nitrit umgewandelt. Nitrit wird so gut wie nicht über die Verdauung ausgeschieden und sammelt sich daher im Körper an. Wenn Nitrit im Blutkreislauf landet, kann es zu Problemen mit dem Sauerstoffkreislauf, d.h. zu Atemproblemen kommen. Vor allem bei jungen Babys (unter 3 Monaten alt) kann dies Probleme verursachen und eine Krankheit namens Blausucht auslösen. Der medizinische Name dafür ist Methämoglobinämie.

 

Falls man nicht stillt, sollte man deshalb vor allem bei der Zubereitung von Säuglingsnahrung vorsichtig sein, denn auch Trinkwasser enthält Nitrat. In Deutschland sind zulässige Nitrat-Höchstmengen für Nahrung und Getränke festgelegt. Diese beinhalten für Trinkwasser 50 mg pro Liter und für Mineralwasser, das für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet ist, 10 mg pro Liter. Für industriell gefertigte Säuglings- und Kleinkindernahrung (Gläschenkost) gelten 250 mg Nitrat pro Kilogramm

 

Wenn man Babynahrung selber zubereitet, sollte man in den ersten Monaten auf den Nitratgehalt von Gemüsen achten und immer nitratreiche mit nitratarmen Gemüsen abwechseln. Frisches Gemüse wird dabei in drei Nitrat-Gruppen eingestuft:

  • Hoch: Kresse, Spinat (tiefgefroren), Eissalat, Kopfsalat, Rettich, Kohlrabi, Fenchel, Rote Rüben und Radieschen.
  • mittel: Endivien, Mangold, Chinakohl, Grünkohl, Knollensellerie, Spinat, Kohlrüben, Petersilienblätter und Zucchini
  • niedrig: Rotkohl, Weißkohl, Blumenkohl, Wirsing, Brokkoli, Chicoree, Karotten, Auberginen, Porree (Lauch), Gurken, Kartoffeln, Hülsenfrüchte (z.B. Erbsen), Tomaten und Getreide.

Im Alter von vier Monaten sollte der Körper eines Babys ausreichend Hämoglobin gebildet haben, um Blausucht unter Einhaltung des zulässigen Höchstwertes (ADI-Wertes) zu verhindern. Deswegen auch ist das empfohlene Mindestalter für die Einführung von fester Nahrung für ein Baby auf 4 Monate festgelegt, sicherer und besser verträglich ist jedoch ein Alter von 6 Monaten.

 

Tipps zum Vermeiden von hohen Nitratmengen:

  • Stillen!
  •  Flaschenmilch entweder mit Mineralwasser oder mit kaltem Leitungswasser mischen, welches vorher abgekocht wurde. Von der Verwendung von Wasserfiltern wird abgeraten.
  • Keine Fütterung von Gemüse an ein Baby vor einem Alter von 3 Monaten.
  • Selbst zubereitete Babynahrung sollte innerhalb von 24 Stunden verbraucht oder sofort eingefroren werden. Die Nitratmenge erhöht sich im Kühlschrank.  
  • Saisongemüse kaufen (nitratarm sind im Winter z.B. Kartoffeln, Karotten, alle Kohlsorten, Lauch, Chicoree, Zwiebeln, Sellerie, Endiviensalat, Chinakohl), einen Saisonkalender von deutschem Obst & Gemüse gibt es z.B. hier.
  • Bei Blattgemüse wie Spinat oder Kopfsalat können Stiel- und Stengelanteile entfernt werden, weil in ihnen zwei- bis dreimal mehr Nitrat gespeichert wird
  • Salat und Gemüse aus biologischem Anbau bevorzugen, das ohne synthetische Düngemittel angebaut wurde
  • Obst ist in der Regel nitratarm

Tipps für eine vegetarische / vegane Babyernährung


Wenn ein Baby die 7-, 8- oder 9-Monatemarke erreicht, stehen die meisten Eltern vor der Notwendigkeit, Fleisch in der Ernährung einzuführen. Viele Kinderärzte sind jetzt sogar der Meinung, dass Fleisch eines der ersten Nahrungsmittel für Babys sein soll. Aber brauch ein Baby wirklich Fleisch in seiner Ernährung in diesem Alter? Kann ein Baby wichtige Eiweiße nur aus Fleisch bekommen? Was ist, wenn ein Baby als Vegetarier aufgezogen wird, wird der Mangel an Fleisch Wachstum und Entwicklung behindern?

 

Einer der wichtigsten Gründe, dass Eltern anfangen, Fleisch einzuführen, ist wegen Eiweiß (und Eisen). Fleisch ist eine der besten Quellen für "ganze" Eiweiße. Zusammen mit Fleisch sind jedoch auch Eier, Nüsse und Milchprodukte eine gute Quelle. Eiweiß gibt es auch in Pflanzen wie Hülsenfrüchte (wie Bohnen, Erbsen, Linsen), etwas Gemüse, Getreide und auch in Obst - viele diesen Quellen beinhalten jedoch nur "unvollständig" Eiweiße. Wenn ein Baby noch gestillt wird, ist es kein Problem, auf Fleisch zu verzichten, da es alle notwendigen Nährstoffe über die Muttermilch bekommt. Deswegen ist es wichtig, so lange wie möglich ein Baby weiter zu stillen. Ein Baby sollte keinesfalls mit Sojamilch, Reismilch oder anderen pflanzlichen Drinks und schon gar nicht mit Getreideerzeugnissen ernährt werden, wenn eine Mutter nicht stillen kann. Für stillende vegane Mütter gilt, dass auf eine ausreichende Vitamin-B-12-Versorgung zu achten angeraten ist, indem Meeresgemüse, milchsauer fermentierte Gemüse, sowie reichlich grünes (Wild-)Blattgemüse in Form von Salaten auf dem Speiseplan der Mutter steht.

 

Eisen aus Fleisch und Fisch kann besonders gut vom Körper aufgenommen werden und trägt zu einer optimalen Versorgung des Kindes bei. Wenn man ein Baby jedoch vegetarisch ernähren möchte, sollte man bei der Zusammenstellung des Speiseplanes darauf achten, die in Fleisch bzw. Fisch enthaltenen Nährstoffe durch geeignete Nahrungsmittel zu ersetzen. Zusätzlich empfiehlt sich eine Beratung mit dem Kinderarzt oder einer Ernährungsfachkraft.

 

Tipps:

  • Haferflocken und Hirseflocken aus Vollkorngetreide gelten als gute Eisenlieferanten. Das in pflanzlichen Lebensmitteln enthaltene Eisen wird zwar allgemein schlechter vom Körper aufgenommen. Jedoch kann die Aufnahme verbessert werden, indem Vitamin-C-haltiges Gemüse (z.B. Fenchel, Brokkoli, Blumenkohl) oder Obst (z.B. Apfel, Birne, Heidelbeere, Pfirsich) in die Mahlzeit eingebunden wird (rund 10g Haferflocken oder drei Löffel Obstpüree pro Brei untermischen).
  • Beim Kochen geht ein Teil des Vitamin C verloren (Eisen wird jedoch nicht durch Kochen zerstört!). Es empfiehlt sich z.B. etwas Vitamin-C-haltigen Saft unter den fertigen Brei zu rühren oder als Nachtisch einige Löffel püriertes Obst zu füttern.
  • Milchprodukte sind bei einer vegetarischen Ernährung wichtig für ein Kind, jedoch behindert Milch die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung. Deshalb sollten zwei Breie am Tag milchfrei zubereitet werden.
  • Von einer rein veganen Ernährung im Baby- und Kindesalter raten Experten ab, da diese einen Nährstoffmangel zur Folge haben kann.

Eisenhaltige, vegetarische Lebensmittel: Die Top-Ten

Nahrungsquelle Eisengehalt (mg/100g)
Linsen 6,9
Pfifferlinge 6,5
Weiße Bohnen 6,0
Sonnenblumenkerne 6,0
Hirse 5,9
Erbsen 5,0
Haferflocken 4,6
Aprikosen, getrocknet 4,4
Haselnüsse 4,0
Spinat 3,5
Roggenbrot 3,3
Quelle: Kleine Nährwert-Tabelle, Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)


Kann Babybrei gewürzt werden & welche Gewürze eignen sich?

Gewürzebehälter

Wenn man seine eigene Babynahrung herstellt, ist man in der Lage, mit verschiedenen Geschmacksrichtungen und Texturen für ein Baby zu experimentieren, man hat außerdem die Möglichkeit, eine größere Vielfalt an Inhaltsstoffen zusammen zu mischen, als das, was in kommerziellen Babynahrungen gefunden wird. Die meisten herkömmlichen Marken von kommerzieller Babynahrung beinhalten keine  Kräuter und Gewürze in ihren Breis, was eigentlich schade ist. Ab einem gewissen Alter von Baby kann man ruhig die Breis ein wenig mit Kräutern und Gewürzen beleben. Dies ist ein wunderbare Weise, um Babys Geschmacksnerven zu kitzeln und um Baby außerdem an die Mahlzeiten der Familie zu gewöhnen. Eine Mehrheit der Kinderärzte empfehlen, bis zu einem Alter von 8 Monate zu warten, bevor man Babybrei mit Gewürzen aufpeppt. Der Grund hierfür ist, dass einige Gewürze und Kräuter auch Verdauungsstörungen auslösen können, und so ist es geraten, Baby am Anfang erst an ungewürzte Breis zu gewöhnen. Selten gibt es allergische Reaktionen auf Gewürze, es wird jedoch empfohlen, auch hier die "4-Tages-Regel" anzuwenden, und immer nur ein Gewürz einzuführen, niemals mehrere Gewürze auf einmal. Zur Sicherheit sollte man sich vorher mit seinem Kinderarzt absprechen.

 

Wenn Baby noch gestillt wird, dann bekommt es sowieso Gewürze und Kräuter zu schmecken - durch die Muttermilch! Und in vielen Ländern wird Babys erst gar nicht ungewürzter Brei angeboten. In Indien zum Beispiel, haben die meisten Mütter keine Bedenken, dem Brei auch Curry beizumischen. Thaifamilien fügen oft Kokosmilch, Zitronengras, Tamarinde und sogar Chili der Babynahrung bei. Und Latino Babys werden Kräutern und Gewürzen wie Kreuzkümmel, Koriander und sogar Chilischoten ausgesetzt!

 

Die ersten Gewürze, die einem in den Sinn kommen, wenn es ums Hinzufügen von Geschmack geht, sind meisten Zucker und Salz. Diese haben aber in Babynahrung nichts zu suchen! Damit sollte man auch sparsam umgehen, wenn es um das Kochen der Mahlzeiten für Erwachsene geht! Wenn es darum geht, andere Gewürze zu Babybrei hinzuzufügen, ist es geraten, dieselben Gewürze zu verwenden, die auch den Familienmahlzeiten hinzugefügt werden. Dabei ist es egal, ob es frische oder getrocknete Gewürze sind - jedoch sollte auf gute Qualität geachtet werden und - wenn vorhanden - organisch gekauft werden (oder aus dem eigenen Garten). Nachfolgend einige wunderbare Gewürze, die man ausprobieren kann:

  • Vanille *
  • Pfeffer
  • Knoblauch - gehackt oder gemahlen
  • Basilikum
  • Rosmarin
  • Dill
  • Oregano
  • Zitronenschale
  • Ingwer
  • Zimt #
  • Minze
  • Muskatnuss
  • Anis 
  • Currypulver (Curry- oder Chilipulver kann Windelausschlag oder Ausschlag um den Mund hervorrufen, man sollte also sehr sparsam damit umgehen)

* Ein Hinweis zu Vanille und anderen flüssigen Aromen-Extrakten: Reine Vanille und andere flüssige Aromen / Extrakte beinhalten, je nach Herkunftsland, oft einen hohen Anteil an Alkohol. Der Alkohol wird verwendet, um das Aroma der Gewürze zu extrahieren und zu bewahren. Bei der Verwendung von Vanille als Gewürz für Babybrei sollte man daher sicherstellen, dass man entweder Vanilleschote oder eine Essenz von Vanille verwendet, die nicht als "rein" bezeichnet ist. Man kann reine (=mit Alkohol) Vanille zu Breis dazugeben, wenn diese aufgekocht werden, da Alkohol sich beim Erhitzen verkocht. Man sollte jedoch niemals irgendeine Art von Aromastoffe in Babys Flaschenmilch tun.

# Ein Hinweis zu Zimt: beim Kauf von gemahlenem Zimt oder Zimtstangen sollte unbedingt auf die Qualität geachtet werden! Zimt enthält Cumarin, welches in hohen Mengen gesundheitsschädlichen für die Leben ist. Wer möglichst wenig davon zu sich nehmen will, greift beim Einkauf am besten zu Ceylon-Zimt oder Kaneel. Darauf weist die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hin. Wenn die Zimtsorte nicht auf der Packung steht - am Besten Finger weg!


Aufgepeppte Babybrei-Kreationen - einige Beispiele
Man kann diese würzige Mischungen probieren, um ein wenig Pep in Babys alltägliche Lebensmittel zu geben:

Früchte:

Apfel (Sauce): Verwendung von Zimt, Muskat, Piment, Vanille, Ingwer
Birnen: Verwendung von Ingwer, Zimt, ein Tropfen von Vanille oder sogar Minze
Bananen: Verwendung von Zimt, Ingwer, Piment, Vanille

Kürbis: Verwendung von Zimt, Muskat, Ingwer und Prise Vanille

Milchprodukte:
Naturjoghurt: Mischen mit Minze, Zimt, Muskat, Vanille, Ingwer, Piment, Kardamom

Gemüse:
Süßkartoffel: Verwendung von Muskatnuss, Zimt und / oder Kardamom
Karotten: Verwendung von Basilikum und Knoblauch - gebackene Zimt Karotten sind auch lecker.
Grüne Bohnen: mit Knoblauch Pulver zubereiten
Kartoffelpüree (weiß): mit Dill oder Knoblauch anrühren
Zucchini: Einsatz von Zimt, Muskat, Piment, Ingwer

Getreide:
Pasta: Verwendung von Oregano, Knoblauch, Basilikum
Haferflocken oder anderes Getreide: Einsatz  von Früchten, Zimt und Muskat, Prise Vanille
Reis (süß) mit Zimt, Muskat, Prise Vanille, Kardamom, Ingwer
Quinoa (süß): Verwendung von Zimt, Muskat, Prise Vanille, Kardamom, Ingwer für Süße
Quinoa (herzhaft): Verrühren von Knoblauchpulver, Pfeffer, Zwiebelpulver, Basilikum, Oregano und andere
 

 

Fleisch:
Huhn / Pute: mit Zimt und / oder Koriander

Huhn / Pute: mit Knoblauchpulver und Basilikum

Huhn / Pute: mit Zitronenschale und Pfeffer

Huhn / Pute: mit Basilikum und Oregano

Huhn / Pute: mit Salbei, Rosmarin und Thymian

Rindfleisch mit Knoblauch und Pfeffer

Rindfleisch mit Zwiebelpulver und Pfeffer

Rindfleisch mit Orangenzest


Hilfe, mein Baby ist orangefarben!

Viele Eltern bemerken irgendwann plötzlich, dass ihr Baby orangefarbene Haut hat. Bei einigen ist es nur die Nase, bei einigen sind es die Handinnenflächen. Dahinter liegt der folgende Grund: Karotinämie. Aber keine Sorge die Definition klingt schlimmer, als es wirklich ist. Zum ersten ist Karotinämie nicht lebensbedrohlich. Karotinämie ist ein medizinischer Begriff für eine Bedingung, die die Haut zeitweise orange einfärbt aufgrund eines erhöhten Blut-Karotin-Spiegels. In den allermeisten Fällen hängt das zusammen mit einem hohen Verbrauch an karotin-haltiger Nahrung. Dazu gehören gelb-orangefarbene Früchte beziehungsweise Gemüse und dunkelgrünes Gemüse, zum Beispiel grüne Bohnen, Möhren, Brokkoli, Gurken, Pflücksalat, Spinat, Aprikosen, Pfirsiche, Trockenpflaumen, Orangen und Eier. Auch Fertiggerichte für kleine Kinder sind oft reich an Karotinoiden. Auf der einen Seite ist dies eine gute Nachricht, da das Baby definitiv all das Vitamin A bekommt, dass es zum Wachstum braucht. Natürliches Vitamin A, welches im Körper zu Beta-Karotin umgewandelt wird, ist harmlos und ist in der Tat sehr vorteilhaft für die Entwicklung des Auges sowie eines allgemeinen gesunden Wachstums und Entwicklung. An natürlichem Vitamin A (aus Früchten und Gemüsen) kann man ein Baby nicht überdosieren. Vitamin A kann allerdings gefährlich und sogar tödlich sein, wenn zu viel davon in Form eines Vitaminergänzungspräparates genommen wird.

Solange eine Baby sich nicht kränklich verhält, seine Farbe mehr orange und nicht gelb ist, und das Weiße in den Augen eines Babys nicht  gelb gefärbt ist, hat ein Baby sehr wahrscheinlich Karotinämia und nicht Gelbsucht. Bei Bedenken sollte man allerdings sicherheitshalber den Kinderarzt aufsuchen!

Hilfe, mein Baby leidet an Verstopfungen!

Ein Baby hat keinen Stuhlgang für 3 oder mehr Tage - ist das normal oder ist das Verstopfung? Ein Baby hat selten Stuhlgang und wenn, dann ist er hart und trocken - ist das normal oder ist das Verstopfung? Hier gibt's ein paar Antworten auf diese Fragen plus Informationen über Verstopfung und Babys.


Nicht jedes Drückgeräusch ist das Resultat einer Verstopfung, und ein paar Tage ohne Stuhlgang sind auch nicht unbedingt ein Grund zur Sorge. Bei Stillbabys kann die Bandbreite zwischen täglich fünfmal und alle 10 Tage einmal Stuhlgang variieren - beides ist normal. Es gibt viele Ursachen für Verstopfung in Babys. Eine der häufigsten Ursachen ist die Einführung von Beikost / fester Nahrung, insbesondere für Babys, die voll gestillt wurden, da der Körper eines Babys erst lernen muss, die neuen Nahrungsmittel zu verdauen. Eine Verstopfung bei Babys unter 3 Monaten ist sehr selten, meist sind nur Babys betroffen, die Flaschenmilch bekommen, weil diese Milch schwerer zu verdauen ist, als Muttermilch. Weitere häufige Ursachen für Verstopfungen sind:

  • Wenig Ballaststoffe in der Nahrung  
  • Zuviele Milchprodukte (Joghurt, Käse, Milch) 
  • Lebensmittel wie Bananen, Apfelmus, Müsli, Brot, Pasta und weiße Kartoffeln 

Eine Änderung der Ernährung bringt in der Regel Besserung für ein Baby mit Verstopfung. Die folgenden Tipps können auch helfen, "Bewegung" in die Sache zu bringen:


Bauchmassage - Babys Bauch im Uhrzeigersinn sanft reiben, in einer kreisförmigen Bewegung, mit der Hand weg von der Mitte des Bauchs.

 

Fahrrad fahren - Baby auf den Rücken legen und seine Beine in einer halben gebeugten Position halten. Vorsichtig beginnen, Babys Beine so bewegen, als ob Baby ein Fahrrad fährt, vorwärts und rückwärts. Das hilft auch bei Blähungen.

Ein warmes Bad - die Idee ist, dass die Entspannung auch die Verstopfung löst.

 

Für Babys unter 4 Monaten alt - etwas verdünnten Fruchtsaft wie Trauben- oder Pflaumensaft zweimal täglich und einige der oben genannten Übungen. Man sollte auch seinen Kinderarzt befragen, bevor man Fruchtsaft als Linderung zur Verstopfung anbietet.

 

Für Babys über 4 Monate alt - Hinzufügen von mehr ballaststoffreichen Nahrungsmittel in Babys Ernährung, wie: Aprikosen, (Trocken-) Pflaumen, Pfirsiche, Birnen, Erbsen, Spinat. Gleichzeitiges Vermeiden von Bananen und Apfelmus, aber auch Toast. Zu jeder Breimahlzeit sollte zusätzlich immer Wasser angeboten werden, da Flüssigkeitsmangel auch zu hartem, trockenen Stuhl beitragen kann, der sich nur schwer herausdrücken lässt.

Welches Obst & Gemüse man lieber "Bio" kaufen sollte

Bio-siegel

Bio ist in! In den letzten zehn Jahren hat sich der Umsatz von Biolebensmitteln fast verdreifacht. Und die Nachfrage steigt rasant. Selbst die großen Discounter haben inzwischen alle ein eigenes Bio-Label. Aber: Kann man Bio-Möhren überhaupt von konventionell angebauten Möhren unterscheiden? Bei der biologischen Landwirtschaft werden Nahrungsmittel mit naturnahen Produktionsmethoden hergestellt und Erkenntnisse aus Umweltschutz und Ökologie berücksichtigt: Es dürfen keine künstlichen Pflanzenschutzmittel, chemische Wachstumsförderer, chemisch-synthetische Düngemittel, Gentechnik oder Bestrahlung verwendet werden. Bio-Produkte unterliegen strengen EU-Regeln, so dass der Verbraucher sicher sein kann: Wo Bio (-siegel) drauf steht, ist auch Bio drin. Doch was ist der Unterschied? Obst, Gemüse und Getreide, das nach biologischen Kriterien angebaut wird, ist der konventionell gezogenen Pflanzenkost deutlich überlegen – was die Schadstoffbelastung angeht. Um z.B. Äpfel vor Insekten oder Schimmelpilzen zu schützen, werden sie im konventionellen Anbau meistens mit verschiedenen Pflanzenschutzmitteln behandelt. Auch wenn diese Stoffe richtig dosiert und fachgerecht eingesetzt werden, sind Rückstände unvermeidbar. Beim biologischen Anbau dagegen sind die meisten Pflanzenschutzmittel verboten. Eine Ausnahme ist zum Beispiel Kupfer, das in geringen Mengen gegen Pilzbefall eingesetzt werden darf. Untersuchungen zeigen, dass konventionelle Lebensmittel im Durchschnitt 20 bis 200 mal mehr Pflanzenschutzmittel enthalten, als die Bio-Variante. Viele Verbraucher glauben aber, dass die Bioware auch besonders reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen sei. Dies ist aber nicht der Fall. Da Bio-Produkte zumeist recht teuer sind, können sich viele Familien den Umstieg auf schadstoffarmere und zumeist lokalere Erzeugnisse nicht leisten. Da ist es geraten, sich an die Liste der 12 schadstoffreichsten Obst- und Gemüsesorten zu halten, die jedes Jahr aufs Neue in den USA von der Organisation Environmental Working Group (EWG) herausgegeben wird. Die EWG analysiert Daten des amerikanischen Landwirtschaftsamtes über Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln und listet Lebensmitteln auf der Grundlage auf, wie viel oder wenig Pestizidrückständen sie haben. Die EWG schätzt, dass Einzelpersonen die Belastung von Schadstoffen in Obst- und Gemüsesorten um 80% reduzieren können, wenn sie beim Kauf dieser 12 Lebensmittel zu Bioprodukten wechseln. Im Folgenden findet sich die aktuelle Liste aus dem Jahr 2015 mit ihren schadstoffreichen und auch mit den "sauberen" Obst- und Gemüsesorten.

Liste der EWG mit den 12 am meisten mit Schadstoff belasteten Obst- und Gemüsesorten

Die obige Tabelle gilt zwar für den amerikanischen Kontinent, jedoch geht man nicht viel falsch, wenn man sich beim Kauf von Obst und Gemüse hierzulande daran orientiert. Eine Sudie von Greenpeace befand die folgenden Obst- und Gemüsesorten für schadstoffverseucht: Äpfel, Paprika, Weintrauben, Birnen, Grünkohl, Weinblätter, Kirschen, Kopfsalat, Erdbeeren, Gurken und Spinat. Einen Einkaufsratgeber für Deutschland von Greenpeace gibt es hier.

Wie ist das mit Superfood & Babybrei?

Superfoods sind sehr sehr nährstoffreiche, gesunde und hoch konzentrierten Lebensmittel. Um seinen Körper täglich mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen, sollte man seine Ernährung ausgewogen zusammenzustellen, so dass eine gute Balance von Vitaminen, Mineralien und Enzymen entsteht. Superfoods sind dabei eine exzellente Quelle von genau diesem - sie liefern jedoch mehr als nur ein paar Vitamine und Mineralstoffe. Sie helfen vor allem auch, Krankheiten zu bekämpfen.. Wenn man Superfoods frisch isst, bieten sie demnach eine natürliche und gute Alternative zu künstlichen Vitamin- und Mineralstoffprodukten. Superfoods haben schon seit Generationen ihren festen Platz in vielen Kulturen und haben sich bereits seit Jahrhunderten bewährt. Daher sollten sie auch in Babys Speiseplan nicht fehlen! Allerdings gilt hier: Nicht jedes Superfoods ist für ein Baby geeignet noch notwendig. Wir haben recherchiert, welche keinen Sinn machen in Babys Brei.

Liste von Superfoods nach alphabetischer Ordnung
Liste von Superfoods nach alphabetischer Ordnung
  • Avocado (andere Superfoods mit A: Açaí-Beere, Aloe Vera, Artischocken, Astragalus, Aronia Beeren, Amla, Amaranth, Ananas, Apfelessig)
  • Heidelbeere/Blaubeere (andere Superfoods mit B: Baobab, Biloba, Blütenpollen, Brennnessel, Bockshornklee, Brahmi, Backpulver, Basilikum, Bohnen, Brokkoli, Buchweizen)
  • Chia: Chia-Samen sind ein klassisches Beispiel von einem Superfood, welches sich nicht für ein Baby eignet. Sollte einem Baby Chia-Samen in den Brei gemischt werden, werden diese aller Wahrscheinlichkeit nach unverdaut wieder am anderen Ende herauskommen, da Babys nicht in der Lage sind, die Samen entsprechend zu verdauen. Am besten kann ein Baby die Vorteile von Chia-Samen nutzen, wenn die Mutter sie isst, und dann das Baby stillt! So werden die Samen von der Mutter verdaut und die Muttermilch mit den Supereigenschaften von Chia angereichert. (Andere Superfoods mit C: Camu-Camu-Beeren, Cashews, Chaga, Chili, Chlorella)
  • Datteln: Man kann damit beginnen, einem Baby Datteln anzubieten, wenn es für Fingerfood bereit ist -  in der Regel mit einem Alter von etwa 10 bis 12 Monaten. Aber vorsicht! Die Datteln sollten in Stücke geschnitten werden, da sie als ganze Frucht eine Verschluckungsgefahr für Babys und Kleinkinder darstellen. Man sollte ausserdem darauf achten, Datteln zu kaufen, die nicht mit Sulfaten haltbar gemacht worden sind, da es Verbindungen zwischen Sulfaten (in getrockneten Früchten zB) und einer Verstärkung von Asthmaerkrankungen gibt.Und noch was: Datteln (wie alle getrockneten Früchte) sind klebrig, da sie einen hohen Zuckergehalt aufweisen - daher Zähneputzen nicht vergessen!
  • Eier (Andere Superfoods mit E: Erdbeeren, Esskastanie)
  • Flachs (Andere Superfoods mit F: Flohsamenschalen, Fermentiertes)
  • Goji-Beere: Goji Beeren sind köstliche , kleine, nährstoffreiche roten Beeren ,die Rosinen recht ähnlich sehen. Sie sind eine riesige Proteinquelle, die 18 verschiedene Aminosäuren bzw. auch alle acht essentiellen Aminosäuren enthalten. Weiter haben sie viele Spurenelemente wie Zink, Eisen, Kupfer ,Selen, Phosphor und Calcium. Goji Beeren gehören auch zu den Lebensmitteln, mit dem höchsten Gehalt an Antioxidantien ( 2 bis 4 -fache Menge von Blaubeeren) . Dazu stärken sie das Immunsystem, schützen die Leber, verbessern das Sehvermögen und die Blut-Qualität und haben einen Anti-Aging Effekt. Man kann Goji-Beeren einem Baby mit etwa 1 Jahr anbieten, zusammen mit Rosinen etc als Snack. (Andere Superfoods mit G: Ginseng, Granatapfel, Grünkohl, Gerstengras, Gelee Royal, Ginkgo)
  • Hafer (andere Superfoods mit H: Hanfsamen, roher Honig, Himalayasalz, Hagebutte)
  • Ingwer
  • Jalapeno / Chili (Andere Superfoods mit J: Jiaogulan)
  • Kiwi (andere Superfoods mit K: Kamille, Kokosöl, Kurkuma, roher Kakao)
  • (Wild-)Lachs (andere Superfoods mit L: Leinsaat, Lucuma, Lavendel)
  • Mandeln: Babys können sich an Nüssen & Mandeln leicht verschlucken. Daher sollte man es vermeiden, diese einem Baby anzubieten. Ausserdem stellen sie ein Allergierisiko dar. Deswegen sollte man auch nicht zu anderen Lebensmitteln mit Mandeln greifen, wie etwa Mandelmilch oder Mandelbutter. Ab einem Alter von etwa 3 Jahren kann man es gerne als Snack anbieten. (Andere Superfoods mit M: Maca, Macadamia, Marines Phytoplankton, Mesquite, Miso, Moringa, Mate Tee, Matcha, Maulbeeren)
  • Nüsse: Babys können sich an Nüssen & Mandeln leicht verschlucken. Daher sollte man es vermeiden, diese einem Baby anzubieten. Ausserdem stellen sie ein Allergierisiko dar. Deswegen sollte man auch nicht zu anderen Lebensmitteln mit Mandeln greifen, wie etwa Mandelmilch oder Mandelbutter. Ab einem Alter von etwa 3 Jahren kann man es gerne als Snack anbieten. (andere Superfoods mit N: Noni)
  • Oliven: Nur weil Oliven gut für Erwachsene sind, sind sie nicht unbedingt geeignet für Babys. Babys verdauen Lebensmittel anders, als Erwachsene. Meist sind viele Oliven in scharfe Gewürze und Öle eingelegt, die nicht unbedingt für Babys Magen gut sind. Ausserdem stellen sie eine Verschluckungsgefahr dar, und sollten einem Kleinkind nicht unbeaufsichtigt und nur klein geschnitten ohne Kern ab einem Alter von 1 Jahr angeboten werden. Am besten nutzt man die gesunden Eigenschaften von Oliven, indem die Mutter sie isst, und das Baby dann stillt.
  • Physalis: Physalis punkten mit einem hohen Gehalt an Eisen und Phosphor, vor allem aber gehören sie mit bis zu 2 mg Provitamin A zu den wichtigsten Lieferanten für diesen zellschützenden Stoff überhaupt. Dagegen nimmt sich der Anteil an Vitamin C bei der Physalis fast bescheiden aus; mit 30 mg pro 100 g steuert sie aber immerhin ein knappes Drittel zu unserem Tagesbedarf bei. Bei diesem Superfood gilt auch: den besten Nutzen hat Baby, wenn es die Eigenschaften der Physalis durch die Muttermilch bekommt! (andere Superfoods mit P: Papaya, Propolis, Pak Choi)
  • (Grüner) Tee: Der grüne Tee ist dafür bekannt, die Stoffwechselprozesse des Körpers zu erhöhen und dadurch wirkungsvoll die Fettverbrennung anzuregen. Er senkt den Cholesterinspiegel, hilft gegen einen zu hohen Blutdruck und verhindert zahlreiche Herz-Kreislauf-Erkrankungen und soll sogar vorbeugend gegen Krebserkrankungen wirken. Doch ist er für Babys geeignet? - Nein! Der Grund: Grüner Tee hat Koffeine und Babys sollten unter keinen Umständen Koffeine verabreicht bekommen, da es deren Herzschlag künstlich erhöht. Diese Tatsache wiegt schwerer als alle vermeintlichen positiven Effekte des Tees. Deswegen: Finger weg vom grünen Tee für Babys. Und auch als stillende Mutter sollte man ihn nur in geringen Mengen konsumieren.
  • Ugli Fruit (auch bekannt als Tangelo: Kreuzung zwischen Tangerine und Pampelmuse): siehe Zitrusfrüchte
  • Verschiedene (grüne) Blattgemüse: Zu den "Supergreens" gehören grünes Blattgemüse, wie Grünkohl, Mangold, Rucola, Spinat und Brokkoli sowie die Algen Spirulina und Chlorella.
  • Weizengras: Weizengras verbessert die Fähigkeit Ihres Körpers Krankheiten zu verhindern, zu bekämpfen und sich von diesen zu erholen. Der Grund dafür ist, dass das Weizengras ein lebendiges und anti-bakterielles Nahrungsmittel ist, welches den Lymphknoten und dem Blut hilft, sich zu entgiften und zu alkalisieren. Folglich schafft es der Körper, Giftstoffe schneller und effizienter zu entfernen. Aber ist das auch gut für Babys? Nicht unbedingt und auch völlig überflüssig, da Babys Körper ganz neu sind und sich nicht entgiften müssen. Besser geeignet für die stillende Mutter!
  • Xigua (aka Wassermelone)

  • Yams: Hierzulande ist die Yamswurzel kein gängiges Lebensmittel. Wenngleich bestimmte Sorten geschmacklich und auch optisch gern mit der Süßkartoffel verglichen und verwechselt werden, handelt es sich dabei um zwei völlig unterschiedliche Pflanz-Gattungen. In seinen Herkunftsländern wird die Yamswurzel zur Krampflösung, Entzündungshemmung, als Schleimlöser oder zur Verdauungsförderung eingesetzt. Aufgrund des enthaltenen Stoffes Diosgenin wird die Yams auch gerne bei Menstruationsbeschwerden angepriesen. Bei Diosgenin handelt es sich dabei um eine Vorstufe des natürlichen Hormons Progesteron, das daraus gewonnen werden kann. In der Yamswurzel steckt besonders viel Diosgenin. Wie der Inhaltsstoff im Körper wirkt – natürlich und ohne Nebenwirkungen – ist noch nicht völlig geklärt. Daher - lieber Finger weg für Baby! (Andere Superfoods mit Y: Yacon)

Unser Fazit: Im Grunde liefert eine abwechslungsreiche Kost aus Obst, Gemüse und Proteinen schon reichlich Vitamine, Mineralien und Enzyme um den Körper eines Babys optimal versorgen zu können. Dennoch könnte das ein oder andere Superfood ergänzend sinnvoll sein - und zwar für die stillende Mama! Für Baby sollte man sich auf einige wenige und für Baby gut verdauliche Superfoods beschränken, wie etwa Heidelbeeren oder Kiwi, Eier und Fisch. Ausserdem gilt: Wenn schon “Superfoods”, dann bitte auch Bio- und vor allem in Rohkostqualität. Denn viele der wertvollen Inhaltsstoffe gehen bei einer Erhitzung durch z.B. Kochen oder Garen schon verloren. Und wie immer gilt: Man sollte auch immer seinen Kinderarzt befragen, bevor man einem Baby neue Lebensmittel in Breien anbietet! Zu Superfoods gibt es mittlerweile auch einige Literatur, hier eine Auswahl: